
Die Schützengemeinschaft Bad Dürrheim e.V. feiert in 2026 ihr 100-jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung am 19. August 1926 ist sie ein fester Bestandteil des sportlichen und gesellschaftlichen Lebens der Stadt. Über zehn Jahrzehnte hat sich der Verein stetig weiterentwickelt, ohne seine Wurzeln und den besonderen Wert der Gemeinschaft aus den Augen zu verlieren.
Die Anfänge waren bescheiden: Ohne eigenen Schießstand wurde zunächst mit Zimmerstutzen im Hotel Kreuz und später im Waldhotel Irma geschossen. Erster Vorsitzender war der Hotelier Max Kienzle. 1935 erhielt der Verein ein Gelände am Waldrand in der Sonnenstraße, wo bereits ein Jahr später eine eigene Schießanlage in Betrieb ging.
Krieg und Nachkriegszeit führten zum Verlust der Anlage und zur Unterbrechung des Vereinslebens. Erst 1963 erfolgte die Wiedergründung im Parkhotel Kreuz. Unter dem Vorsitz von Alfred Seeger begann der sportliche Neubeginn zunächst mit Luftgewehrschießen im Hotelsaal. 1965 folgte der Bau des Schützenhauses am heutigen Standort im Roten Grund.
Ein Verein im Wandel der Zeit
In den folgenden Jahrzehnten wurden die Sportstätten kontinuierlich erweitert und modernisiert, neue Disziplinen kamen hinzu. Heute bietet die Schützengemeinschaft mit Gewehr, Pistole, Bogen und Blasrohr ein vielseitiges sportliches Angebot auf zeitgemäßen Anlagen.
Doch 100 Jahre Vereinsgeschichte sind weit mehr als sportliche Erfolge und bauliche Meilensteine. Es sind vor allem die Menschen, die den Verein über Generationen hinweg mit ihrem ehrenamtlichen Engagement, ihren Ideen und ihrer Verantwortung geprägt haben.
„Tradition bedeutet für uns nicht, die Vergangenheit zu konservieren, sondern das weiterzugeben, was unseren Verein stark gemacht hat: Gemeinschaft, Engagement und Verantwortung. Auf diesem Fundament wollen wir Zukunft gestalten.“
Neben dem Sport sind persönliche Begegnungen, Geselligkeit und das Miteinander der Generationen bis heute wichtige Bestandteile des Vereinslebens.

1926 Gründung als «Schützengesellschaft Bad Dürrheim» durch den Hotelier Max Kienzle. Geschossen wird zunächst mit Zimmerstutzen in den Sälen des Hotel Kreuz und im Waldhotel Irma.

Schießlokal der Schützen von 1933-34
1935 Erwerb eines Geländes an der Sonnenstraße; in Gemeinschaftsarbeit entsteht die erste eigene Schießanlage für das Kleinkaliberschießen auf 50 Meter.
1940 Umbenennung in Schützengemeinschaft Bad Dürrheim.
1940er Krieg und Nachkriegszeit kosten den Verein seine Anlage. Unter französischer Besatzung ist Sportschießen untersagt.

Wiedergründung im Parkhotel Kreuz: 16 Männer wählen Alfred Seeger zum ersten Vorsitzenden. Neubeginn mit Luftgewehrschießen im Hotelsaal.
1964/65 Erstes Königsschießen seit der Wiedergründung; mit Unterstützung der Stadt beginnt der Bau des neuen Schützenhauses im „Roten Grund“.

Mehrere Bauabschnitte erweitern das Schützenhaus und passen die Schießstände den neuesten Sicherheitsbestimmungen an.
1982 beginnen die umfangreichen Bauarbeiten zur umfassenden Erweiterung der gesamten Schießsportanlage. Mit der Grundsteinlegung im Jahr 1985 nimmt das große Vereinsprojekt weiter Gestalt an, bevor 1986 die feierliche Einweihung der neuen Halle erfolgen kann.

Mit großer Verbundenheit zum Verein, unermüdlichem Einsatz und sehr viel persönlichem Engagement entsteht eine Schießsportstätte, die für ihre Zeit Maßstäbe setzt und ihresgleichen sucht.
In unzähligen ehrenamtlichen Arbeitsstunden schaffen die Mitglieder gemeinsam einen Ort, der weit mehr ist als eine sportliche Anlage: ein Zuhause für
Mit großer Verbundenheit zum Verein, unermüdlichem Einsatz und sehr viel persönlichem Engagement entsteht eine Schießsportstätte, die für ihre Zeit Maßstäbe setzt und ihresgleichen sucht.
In unzähligen ehrenamtlichen Arbeitsstunden schaffen die Mitglieder gemeinsam einen Ort, der weit mehr ist als eine sportliche Anlage: ein Zuhause für den erein, an dem Gemeinschaft gelebt wird und kommende Generationen ihre Begeisterung für den Schießsport entdecken können.

Bemerkenswert ist vor allem die enorme Eigenleistung der Vereinsmitglieder. Allein für den ersten Bauabschnitt erbringen 42 Mitglieder innerhalb eines Jahres mehr als 4.500 Arbeitsstunden. Einen außergewöhnlichen Anteil daran haben Josef Heß, Bernhard Schäfer, Erich Isele, Rudolf Schill und Willi Schäfer, die gemeinsam beeindruckende 2.076 Stunden leisten.

1993 Feierliche Weihe der Vereinsfahne im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes und Feier zur 30-jährigen Wiedergründung.
1995 Ausrichtung des Landesschützentages im Haus des Bürgers mit Schützenball, Delegiertenversammlung und großem Fahnenumzug.

Auf Initiative von Oberschützenmeister Erich Isele wird das Bogenschießen als neue Disziplin in den Verein aufgenommen und ab 1998 gibt es die erste Bogensportabteilung.
1999 Mit der Planung und dem Bau einer eigenen Bogensportanlage im Kurpark beginnt ein weiteres bedeutendes Vereinsprojekt. Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit und unzähli
Auf Initiative von Oberschützenmeister Erich Isele wird das Bogenschießen als neue Disziplin in den Verein aufgenommen und ab 1998 gibt es die erste Bogensportabteilung.
1999 Mit der Planung und dem Bau einer eigenen Bogensportanlage im Kurpark beginnt ein weiteres bedeutendes Vereinsprojekt. Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit und unzähligen ehrenamtlichen Arbeitsstunden der Mitglieder wird der Bogenplatz 2001 im Rahmen der FITA-Landesmeisterschaft feierlich eingeweiht.

Drei Tage lang wird das 75-jährige Jubiläum, verbunden mit der FITA-Landesmeisterschaft auf dem neuen Bogenplatz, gefeiert. Zahlreiche Ehrengäste würdigen die Verdienste und das Engagement des Vereins.
Rund 250 Bogenschützen aus ganz Südbaden nehmen an der Landesmeisterschaft teil.

Um den neuesten Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden, erfolgt eine umfassende Modernisierung der Schießstände. Der 50-Meter-KK-Stand erhält elektronische Trefferanzeigen, während der Zimmerstutzenstand für das winterliche Bogentraining auf 18 Meter umgebaut wird.

Mit zahlreichen Gästen und bester Stimmung feiert die Schützengemeinschaft 50 Jahre Wiedergründung. Ein Höhepunkt ist die feierliche Ehrung des Schützenkönigs
und seiner Ritter.
Mit Dankbarkeit für das Erreichte und Freude auf das Kommende gehen wir gemeinsam in das nächste Kapitel unserer Vereinsgeschichte.

2022 - Blasrohrschießen wird neue Disziplin – mit schnellem Erfolg für den Verein, darunter ein Vizemeister-Titel bei den Deutschen Meisterschaften 2024. 2025 und auch wieder 2027 ist der Verein Ausrichter der Landesmeisterschaft Blasrohr Südbaden .
2024 richtet die Schützengemeinschaft die Deutsche Meisterschaft Halle des DFBV e.V im Bogenschießen aus, es nehmen über 260 Bogenschützen teil.
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